Treuhänder

Wie euer Treuhandunternehmen auch in Zukunft bei KMU punkten kann

Symbol für glückliches KMU, das mit einem Treuhänder:in zusammenarbeitet.

Wie können sich Treuhandunternehmen auf den Wandel in der Branche vorbereiten? Was braucht es künftig, um Treuhand-Kund:innen zu halten und neue dazuzugewinnen? In diesem Blogbeitrag erfahrt ihr, was Treuhandunternehmen bereits heute rund um die Kundenbindung tun können.

Immer mehr KMU möchten heute vom Bankkonto über die Buchhaltung bis hin zu Personaldienstleistungen alle administrativen Tätigkeiten aus einer Hand beziehen. Insbesondere digital affine Führungskräfte verlangen zunehmend nach individuellen Gesamtlösungen. Was bedeutet diese branchenübergreifende Tendenz für Treuhandunternehmen? Wie wichtig werden Treuhandunternehmen für KMU noch sein? Kann Software Treuhänder:innen bald komplett ersetzen?

Marktbeobachter:innen gehen davon aus, dass Treuhandunternehmen mittelfristig die Einnahmen aus Routinetätigkeiten wie Buchführung wegfallen dürften. Dies ist insofern problematisch, als dass gemäss einer aktuellen Umfrage von Accounto und TH Suisse die Buchführung für 57 Prozent aller Treuhandunternehmen in der Schweiz die Haupteinnahmequelle ist. Voll automatisierte Buchhaltungssysteme wickeln dank eines hohen Automatisierungsgrades bereits heute viele Aufgaben schneller und kostengünstiger ab als Treuhänder:innen.

Selbst das beste Buchhaltungstool kann Treuhänder:innen nicht komplett ersetzen

Treuhandunternehmen bleiben allerdings die zentrale Anlaufstelle für alle betriebswirtschaftlichen und finanziellen Anliegen der von ihnen betreuten Unternehmen. Weder Bank- noch Versicherungsberater:innen geschweige denn Buchhaltungstools können diese wichtige Rolle für sich beanspruchen. Treuhandprofis überwachen die Buchhaltung ihrer Mandant:innen, beraten und schreiten bei Problemen proaktiv ein.

Unten findet ihr 5 Tipps, wie Treuhandunternehmen die von ihnen betreuten Unternehmen auch in Zukunft an sich binden und neue Kund:innen gewinnen können.

1. Das Potenzial der Digitalisierung für Treuhandunternehmen erkennen und ausschöpfen

Die Arbeit von Treuhänder:innen verändert sich. Routinearbeiten – mit hohem Automatisierungspotenzial – stellen für viele KMU keinen grossen Nutzen mehr dar. Wie oben beschrieben erledigen voll automatisierte Buchhaltungslösungen Routinetätigkeiten oftmals effizienter als Treuhänder:innen. Folglich ist in allzu ferner Zukunft auch kaum mehr jemand bereit, die Abwicklung solcher Aufgaben zu honorieren. Die Digitalisierung bedeutet für Treuhandunternehmen jedoch nicht nur das Wegfallen von Arbeit. Mit der richtigen Treuhandsoftware habt ihr als Treuhandprofis eine stabile und sichere Plattform, um den Aufwand für Routinetätigkeiten zu reduzieren und innovative Services zu kreieren, zu bewerben und abzurechnen.

Möchtet ihr wissen, wie die Treuhandsoftware von Accounto euch dabei helfen kann, das Potenzial und die Chancen der Digitalisierung für euer Treuhandunternehmen auszuschöpfen? Vereinbart hier einen Termin für eine kostenlose Bedürfnisanalyse.

2. Klaren Fokus festlegen

Vor allem kleinere Treuhandunternehmen dürften aufgrund der zunehmenden Komplexität künftig nicht mehr in der Lage sein, alle Kundensegmente effektiv und effizient zu bedienen. Die Zauberformel hierfür heisst, ihr braucht eine passende Kundensegmentierung und klaren Fokus. Kundensegmentierung bedeutet, dass ihr bestehende und potenzielle Kund:innen anhand von durch euch festgelegten Merkmalen in Gruppen aufteilt. Legt abschliessend fest, welche Kundensegmente ihr künftig bearbeiten könnt und wollt.

3. Teil eines KMU-Ökosystems werden

Zu einem KMU-Ökosystem gehören immer Provider, Orchestrierende sowie Konsument:innen. Provider wie Banken nutzen das Ökosystem zur Leistungserstellung und als Vertriebskanal. Orchestrierende stellen die Plattform bereit, damit Provider, User und andere relevante Stakeholder zusammenkommen können. KMU als End-User konsumieren die Services. Treuhandunternehmen können in einem KMU-Ökosystem entweder als Provider, als User oder beides auftreten. Um als Orchestrator das Ökosystem zu steuern und zu regulieren, fehlen den meisten Treuhandunternehmen die Ressourcen und das Know-how. Als Provider haben sie die Möglichkeit, eigene Dienstleistungen anzubieten. Dabei läuft sowohl die Entwicklung, Bewerbung und Abrechnung des neuen Angebots über die Plattform ab. Als User nehmen Treuhandunternehmen selbst Angebote anderer Ökosystem-Mitglieder wie zum Beispiel eine Software zur Automatisierung repetitiver Aufgaben oder Services zur Schliessung von spezifischen Wissenslücken wahr.

Während in der Finanztechnologie viele Grosskonzerne und Fintech-Startups bereits erkannt haben, dass Kollaboration und ein starkes Ökosystem alle weiter bringt, stehen in der Treuhandbranche viele Treuhandunternehmen anderen Marktteilnehmenden noch skeptisch gegenüber. Nicht wenige Treuhänder:innen nehmen die aufkommenden Tech-Unternehmen und ihre innovativen Lösungen sowie Services in erster Linie als Konkurrenz wahr, die bewährte Geschäftsmodelle infrage stellt und sogar die Existenz von Treuhand-Unternehmen gefährdet. Treuhandunternehmen sollten alles daransetzen, sich zu einem wichtigen Teil eines KMU-Ökosystems zu entwickeln. Dadurch lässt sich das Kundenerlebnis optimieren (integrative Services) und neue Absatzkanäle erschliessen.

4. Eure grössten Stärken kennen und ausbauen

Künftig werden nur noch diejenigen Treuhandunternehmen überleben, die den anderen Stakeholdern einen erkennbaren Mehrwert liefern. Definiert, inwiefern sich euer Treuhandunternehmen von der Konkurrenz abhebt. Was schätzen eure Kund:innen besonders? Wo liegen eure Stärken? Welche Kundensegmente könntet ihr weiter ausbauen? Die richtige Positionierung hilft euch dabei, eure Position im immer wichtiger werdenden KMU-Ökosystem zu finden und zu festigen.

5. Beziehungen zu Kund:innen pflegen und stärken

Es ist vielfach einfacher und günstiger, bestehende Kund:innen zu halten statt neue anzuwerben. Findet heraus, bei welchen administrativen Tätigkeiten die von euch betreuten Unternehmen Unterstützung brauchen und welche Rolle ihr dabei einnehmen könntet. Dazu müsst ihr auf eure Kund:innen hören. Bringt in Erfahrung, mit welchen Herausforderungen sie regelmässig zu kämpfen haben und überlegt, wie euer Treuhandunternehmen ihnen den Arbeitsalltag erleichtern kann. Kommt beispielsweise das Thema Fachkräftemangel und dadurch liegengebliebene Arbeit immer wieder auf? Beklagt sich ein grosser Teil der Kundschaft darüber, dass sie neue gesetzliche Rahmenbedingungen nicht verstehen? Gibt es in mehreren Unternehmen Schwierigkeiten mit einem wichtigen Admin-Tool? Habt stets ein offenes Ohr für die Freuden und Nöte eurer Kund:innen. Hört aktiv zu und zeigt, dass ihr die Anliegen ernst nehmt.

Aktives Zuhören bedeutet, dass man der sprechenden Person verbale und nonverbale Rückmeldungen gibt und signalisiert, dass man das Gesagte verstanden hat. Dies kann ein kurzes Nicken, Lächeln oder Stirnrunzeln sein aber auch eine passende Rückfrage. Manchmal hilft es, das Gesagte kurz in eigenen Worten zusammenzufassen und so sicherzugehen, dass man alles richtig verstanden hat.

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